Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bei Festen
Bauzäune, Baustellenabschrankungen oder Baugerüste sind sicher nicht die beste Lösung, um Fahrräder abzustellen und diebstahlsicher anzuschließen. Manchmal scheint es aber keine andere Möglichkeit zu geben.
Gut beobachten konnte man das beim Sommerfestival der Kulturen, das letzte Woche auf dem Stuttgarter Marktplatz stattfand. Einige der Besucher kamen mit dem Fahrrad, fanden aber keine oder zu wenig reguläre Abstellmöglichkeiten vor, weshalb sie Ihre Räder zu Dutzenden am Bauzaun des im Bau befindlichen „Haus des Tourismus“ und an Baustellenabschrankungen in der Marktstraße festmachten.
Uns Freien Wählern fällt immer wieder auf, dass bei Veranstaltungen und Festen, aber auch bei städtischen Einrichtungen – zum Beispiel an den Haltestellen des ÖPNV oder an Friedhöfen – ausgewiesene und sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und für die deutlich längeren und breiteren Lastenräder fehlen.
Wer möchte, dass die Menschen aufs Rad umsteigen, sollte also nicht nur für Radwege und Radrouten sorgen, sondern auch für ausreichende, gut erreichbare und sichere Radabstellanlagen – seien es einfache Radbügel unter freiem Himmel, überdachte Abstellplätze oder sogar Fahrradgaragen.
Die für sie passenden Wege und Routen finden Radfahrer nach unserer Beobachtung übrigens ganz oft allein. Viele wollen sich lieber über die ruhigeren Nebenstraßen fortbewegen als auf markierten Radwegen an vielbefahrenen Hauptstraßen. Vielerorts in Stuttgart geht das recht gut!