20.01.2022

Handwerk hat goldenen Boden, …

… aber zu wenig Rückhalt in der Stadt. Dabei zeigt sich jeden Tag, wie sehr wir aufs Handwerk angewiesen sind: Wer, wenn nicht das Handwerk, soll Wohnungen bauen und Gebäude sanieren, die Energiewende in die Tat umsetzen und mehr Klimaschutz möglich machen, allerlei Fahrzeuge reparieren oder dafür sorgen, dass Brot auf den Tisch kommt? Leider muss das Handwerk mit vielen Widrigkeiten kämpfen. Das fängt schon beim Nachwuchs an. Viele junge Menschen machen einen Bogen um Handwerksberufe. Sie scheinen ihnen nicht attraktiv genug, obwohl das Handwerk auf moderne Technik setzt und keineswegs im letzten Jahrhundert stehengeblieben ist. Zudem wird oft vergessen, dass auch im Handwerk interessante Karrierewege möglich sind. Ein weiteres Problem des Handwerks sind verschiedene Konflikte, die dazu führen, dass der Handwerker um die Ecke, der seinen Betrieb, sein Lager oder seine Werkstatt in einem urbanen Stadtquartier hat, seltener wird. Gründe können der vom Betrieb ausgehende Lärm, eine schwierige Situation bei Zufahrt, Anlieferung und Parkplätzen oder fehlende Erweiterungsmöglichkeiten sein. Als problematisch erweist sich zudem, dass es an Lagerplätzen und an Neubauflächen für Handwerksbetriebe fehlt. Wir Freie Wähler meinen deshalb, dass die Stadtverwaltung gut beraten wäre, die Anliegen des Handwerks, bei denen sie unterstützen kann, mehr in den Fokus zu rücken.